//Die Kunst des Metallschleifens ohne Schleifstaub

1) Direkte Emissionserfassung:

Je nach Werkstück und der eingesetzten Schleifwerkzeuge kann Schleifstaub direkt an der Entstehungsquelle abgesaugt werden. Schleifmaschinen verfügten häufig über Einhausungen an denen die Schleifstäube direkt absaugt werden können. Zur optimalen Erfassung und Abscheidung der gesundheitsgefährlichen Schleifemissionen bieten wir individuelle Erfassungseinrichtungen sowie Absaugarme, -wände oder –tische mit entsprechenden Filtersystemen an.


2) Schleifkabinen:


Schleifkabinen sind die ideale Lösung, wenn große Werkstücke geschliffen werden und eine Bearbeitung von mehreren Seiten zu erfolgen hat. Sie sorgen dafür, dass sich die Schleifstäube nicht in der gesamten Produktionshalle verteilen. Die Schleifkabinen sind mit integrierter Lufttechnik ausgestattet. Dabei werden die Emissionen über Absaugwände erfasst und die Kabine mit Frischluft versorgt. Je nach Ausführung ermöglichen die Schleifkabinen zudem einen optimalen Lärmschutz für die übrigen Beschäftigten. Wir bieten ein umfassendes Programm an Schleifkabinen von Klein- bis Großkabinen.


     


Harald Schneuber, Projektmanager von Kappa berichtet: "Vor einiger Zeit trat ein Maschinenbauer an uns mit der Aufgabe heran, die Schleifarbeiten neu zu strukturieren. Die großen Bauteile wurden verteilt in der Halle bearbeitet was zu einer erheblichen Staubbelastung und zu einer Verschmutzung der der gesamten Halle führte. Wir entwickelten und installierten eine Lösung mit großvoluminösen, freundlichen und optimal beleuchten Schleifkabinen. Die Be- und Entladung erfolgt von der Vor- oder Rückseite über Stapler. Jede Kabine ist mit einem Kran ausgestattet. Die Kabinen sind hell und freundlich, mit einem eigenen Lichtkonzept ausgeführt. Die Emissionen werden über, in die Wände integrierte, Absaugwände erfasst und die Kabinen werden mit Frischluft versorgt. Zudem verfügt jede Kabine über eine Zentralsauganlage für Reinigungszwecke. Die gesamte Lufttechnik ist in einem eigenen Geräteraum integriert. Bereits nach kurzer Betriebszeit bestätigte unser Kunde die hervorragenden Arbeitsbedingungen in den Kabinen sowie dass die Staubablagerungen in der gesamten Halle weitgehend beseitigt sind und damit der Reinigungsaufwand im laufenden Betrieb erheblich reduziert wurde."


       

3) Optimale Lufttechnik: Kombination aus Direkterfassung und Hallenluftreinigung

Der optimale Schutz der Beschäftigten vor Schleifstaub kann durch eine Kombination aus Direkterfassung und Hallenluftreinigung erzielt werden. Dabei werden die Emissionen wenn möglich direkt erfasst und in dezentralen bzw. zentralen Filtersystemen abgeschieden. Die nicht, oder nur schwer erfassbaren, diffus emittierten Hallenemissionen werden über das Kappa Hallenluftreinigungssystem erfasst und abgeschieden. Dabei wird auch die abgeführte Abwärme rückgewonnen und für die Erwärmung der Zuluft in der Heizperiode genutzt. Das Hallenluftreinigungssystem versorgt die Fertigungshalle mit Frischluft und sorgt so für einen ausgeglichenen Lufthaushalt.

„Die Anlagen versorgen die gesamte Halle mit sauberer und richtig temperierter Frischluft und setzen auch in puncto Energieeffizienz neue Maßstäbe, indem die Abwärme mit einem hohen Wirkungsgrad rückgewonnen wird“, so Karl Rieger, technischer Leiter Anlagenbau bei Kappa.


4) Brand- und Explosionsgefahr gebannt:

Je nach Grundwerkstoff des zu schleifenden Werkstückes werden auch Funken oder explosionsfähige Stäube freigesetzt. Die Art der erforderlichen Schutzmaßnahmen an die Emissionserfassung und -abscheidung richtet sich nach der jeweiligen Risiko- und Gefährdungsbeurteilung und der daraus resultierenden EX-Zoneneinteilung gemäß ATEX-Richtlinie. Die sich daraus ergebenden Schutzkonzepte reichen von organisatorischen Maßnahmen bis hin zum konstruktiven Explosionsschutz. Wir beschäftigen uns täglich mit Brand- und Explosionsschutzkonzepten und bieten umfassende Beratung in der Planung und eine rechtskonforme Ausführung gemäß ATEX-Richtlinie


     


Steyr Gleink, Februar 2017