//Diffuse Kühlschmierstoffemissionen effizient beseitigen

Die einzig effiziente Lösung: Eine Kombination aus Direkterfassung und Hallenluftreinigung.
Dabei werden die Emissionen möglichst direkt an den, meist geschlossenen, Arbeitsmaschinen erfasst, und in dezentralen bzw. zentralen Filtersystemen abgeschieden. Die diffus in die Hallen emittierten Emissionen werden mit den Restemissionen der Filtergeräte in einer Zentraleinheit abgesondert. Somit lässt sich auch die abgeführte Abwärme rückgewinnen und für die Erwärmung der Zuluft in der Heizperiode nutzen. Das Hallenluftreinigungssystem versorgt die Fertigungshalle mit Frischluft und sorgt so für einen ausgeglichenen Lufthaushalt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Abwärme abgeführt wird und ein Überhitzen der Halle vermieden wird.

Rechtssituation in Österreich und Deutschland
In Österreich und Deutschland gilt ein Summengrenzwert, der sich aus der Summe an flüssigen und gasförmigen Emissionen zusammensetzt (Basis Juni 2014):
Deutschland:  < 10mg/m³ flüssige + gasförmige KSS-Emissionen
Österreich:  < 20 mg/m³ flüssige + gasförmige KSS-Emissionen, wobei der Anteil an flüssigen Emissionen < 1mg/m³ betragen muss.

Wie anfordernd die Einhaltung der Grenzwerte ist, veranschaulicht ein Beispiel:

Wer ein 20ml-Likörglas zur Gänze mit Kühlschmierstoff füllt und den Inhalt auf ein Raumvolumen von 1.000m³ (L x B x H = 12,5 x 10 x 8m) verteilt, hat damit in Österreich bereits die maximale Raumluftkonzentration erreicht. Die in Deutschland gültige ist in diesem Fall bereits um 100% überschritten. 

 

Steyr-Gleink, Oktober 2016